Exkursion der Geschichts-AG am 07.11.2025
Am Freitag, den 7. November 2025, unternahm die Geschichts-AG unserer Schule eine eindrucksvolle Exkursion nach Stuttgart Süd. Unter der Begleitung von Frau Müller-Karpe und Herrn Tepe machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg, um dort die sogenannten Stolpersteine zu entdecken und sich mit den bewegenden Geschichten dahinter auseinanderzusetzen.
Die Stolpersteine sind Messingblöcke, welche im Straßenpflaster eingesetzt sind und die an Menschen erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Sie liegen unscheinbar vor den Häusern, in denen diese Menschen einst lebten – und doch erzählen sie eine Geschichte, die nicht vergessen werden darf.
In Stuttgart Süd besuchte die AG insgesamt 23 Stolpersteine. Jeder einzelne von ihnen steht für ein Schicksal, das uns tief berührt hat. Damit die Exkursion nicht nur ein Spaziergang, sondern auch eine gemeinsame Lernreise wurde, hatten sich die Mitglieder der AG bereits in den Wochen zuvor intensiv vorbereitet: An drei Montagen vor der Fahrt suchte sich jede Schülerin und jeder Schüler ein bis zwei Stolpersteine aus, recherchierte die Biografien der betroffenen Personen und bereitete kleine Vorträge vor.
So entstand vor Ort eine besondere Atmosphäre: Die Jugendlichen erzählten einander von den Lebenswegen der Menschen, deren Namen auf den Steinen stehen. Es wurde deutlich, wie grausam die Schicksale waren – und gleichzeitig, wie wichtig es ist, diese Geschichten weiterzugeben.
Die Exkursion war nicht nur eine Geschichtsstunde im Freien, sondern auch ein gemeinsames Nachdenken über Verantwortung und Erinnerungskultur. Viele Schülerinnen und Schüler äußerten, dass sie die Stolpersteine nun mit anderen Augen sehen und künftig bewusster wahrnehmen werden.
Wir danken Frau Müller-Karpe und Herrn Tepe herzlich für die Organisation und Begleitung dieser besonderen Exkursion. Sie hat uns gezeigt, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern direkt vor unseren Füßen liegt – und dass es unsere Aufgabe ist, diese Erinnerungen lebendig zu halten.
Dima Abdalla, Valeska Buss