Zwei Wochen lang habe ich an dem Programm der Kulturakademie der Stiftung Kinderland teilgenommen. Die Kulturakademie ist ein Programm, das Talente in den Bereichen Kunst, Musik, Literatur und MINT aus ganz Baden-Württemberg finden und fördern soll. Ich wurde von meiner Deutschlehrerin für den Bereich Literatur nominiert, für den ich mich dann mit einer Kurzgeschichte beworben habe. Nach einigen Wochen kam die Bestätigung, dass ich angenommen wurde. Das Programm des Bereichs Literatur des Jahrganges 9. bis 11. Klasse fand im Literaturhaus Stuttgart statt, wo sich alle zwanzig Teilnehmende in den Sommerferien einfanden. In dieser ersten Woche lag der Fokus viel auf Lyrik: Wir lernten, mit unterschiedlichen Regeln umzugehen und sowohl ohne strenge Vorgaben als auch in sehr engem Rahmen Texte zu schreiben. Dabei war auch wichtig, sich bewusst zu werden, dass man in der Literatur jede Regel brechen darf, weil es eigentlich gar keine Regeln gibt. Angeleitet wurden wir von zwei Autoren, von deren Fachwissen und Tipps wir sehr profitieren konnten. Diese erste Woche wurde mit einer kleinen Lesung unserer Texte vor Verwandten abgeschlossen.
Die zweite Woche, die in den Faschingsferien stattfand, konzentrierte sich mehr auf Prosa, vor allem lange Geschichten oder sogar Romane. Wir lernten, wie man einem ersten Kapitel Spannung geben kann und was Leser dazu animiert, mehr wissen zu wollen. Ein besonderer Fokus lag dabei auch auf der Textkritik. Denn Feedback für Texte zu geben, ist gar nicht so einfach, doch wir haben geübt, konstruktive Kritik zu geben, die niemanden verletzt. Denn die Texte, die man schreibt, sind oft etwas sehr Persönliches und es kann schnell verletzen, wenn man Rückmeldung auf die falsche Art und Weise bekommt. Diese zweite Woche wurde mit einer großen Veranstaltung in der Karl-Benz-Arena in Stuttgart abgeschlossen, bei der alle Teilnehmer der Kulturakademie aus allen Bereichen mit ihren Verwanden und Freunden zusammenkamen, um sich anzusehen, was auch die anderen in den zwei Wochen gemacht und geleistet haben.
Der Abschied am Ende fiel schwer, doch ich freue mich über die Erfahrungen, die ich machen und die Menschen, die ich kennenlernen durfte.
(Nour Habhab, 10d)