Hamburg, die pulsierende Stadt an der Elbe und Deutschlands zweitgrößte Stadt, bietet eine wunderbare Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und kulturellen Highlights.
Die prinzipiell gute Anbindung mit der Bahn und der gute öffentlichen Nahverkehr in Hamburg sind zusätzlich gute Argumente, eine Studienfahrt nach Hamburg anzubieten.
Auch wenn die Fahrt gleich mit einem defekten Zug begann, was zur Folge hatte, dass wir den Anschlusszug verpassten und damit auch unsere Sitzplatzreservierungen hinfällig waren, so dass wir im Gang stehend und sitzend mit über einer Stunde Verspätung ankamen, so entschädigte das Panorama, dass wir am Abend noch nach Durchschreiten des Elbtunnels genießen konnten, die etwas unglückliche Anreise.
Mit der Fähre, die hier wie Busse, S- und U-Bahnen zum öffentlichen Nahverkehr zählt, machten wir uns am nächsten Tag auf zu einer größeren Führung bei Airbus, wo wir die beeindruckende Produktion der verschiedenen Airbus-Modelle sowie auch unzählige historische und technische Details kennenlernten konnten. Die Führungen finden unter strengen Auflagen statt. So wird man auf Schritt und Tritt vom Werksschutz begleitet, der unter anderem darauf achtet, dass keine Fotos geschossen werden.
Fehlen darf natürlich auch nicht eine Führung durch die Elbphilharmonie, einem der beeindruckendsten Gebäude nicht nur Hamburgs, sondern auch Deutschlands. Während des Baues noch hochumstritten, ist die "Elphi", wie sie von den Hamburgern liebevoll genannt wird, mittlerweile ein stolzes Wahrzeichen Hamburgs. Dazu gehört auch ein Gang durch die Speicherstadt. Die hier angrenzenden Wohnviertel werden immer weiter ausgebaut und gehören mit zu den schönsten (und teuersten) Lagen in Hamburg.
Um das Minitaturwunderland kommt man selbstverständlich nicht herum. Aus einer spontanen Idee der Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun entstand 2000 die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, die immer weiter ausgebaut wird. Die Größe, insbesondere aber auch die Liebe zum Detail, verzaubern Besucher aus der ganzen Welt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. So finden sich auch immer kleine Eastereggs wie beispielsweise die Figuren aus Starwars in einem Waldabschnitt.
Zwei Stadtviertel, die im Kontrast zur Speicherstadt stehen und auf keiner Hamburg-Reise fehlen dürfen, sind St. Pauli mit der berühmten und berüchtigten Reeperbahn sowie das alternative Schanzenviertel. Fast hat man das Gefühl Parallelwelten zu betreten. Die beiden Viertel zeugen eindrucksvoll von der Vielfalt und Offenheit dieser Stadt. Auch archektonisch wird viel geboten. Neben den berühmten "Tanzenden Türmen" bietet Hamburg seit Juli 2024 mit dem "Bunker St. Pauli" eine der faszinierendsten Attraktionen der Stadt. Auf dem ehemaligen Wehrmachtsbunker, zu mächtig, um ihn abzureißen, baute man mehrere Stockwerke, die ein Hotel und Wohnungen enthalten, und wunderbar begrünt worden sind.
Das imposante Gebäude darf kostenlos bestiegen werden, und aus knapp 60 Meter bietet sich nicht nur in Blick auf das angrenzende Millerntor-Stadium des FC St.Pauli, sondern auch ein grandioser Blick über Hamburg.
Am letzten Abend konnten wir im Park "Planten un Bloomen" ein besonderes Spektakel miterleben. Im Sommer finden jeden Abend aufwendig inszenierte Wasserlichtkonzerte statt, eine beindruckende halbstündige Mixtur aus Musik und farbigen Wassersäulen.
Ein schöner Abschluss unserer bunten und vielfältigen Studienfahrt nach Hamburg!
Thomas Böttner
