Sechs Tage, rund 400 Kilometer auf dem Fahrrad, unzählige Erinnerungen und mindestens genauso viele Lacher – unser Alpencross war definitiv ein Highlight der Schulzeit.
Los ging es in Füssen. Die Stimmung war super, nur das Wetter wollte zunächst nicht mitspielen: Alles war nass. Sobald es endlich trocken wurde, schwangen wir uns auf die Räder und starteten unsere Tour. Vorbei am Schloss Neuschwanstein ging es Richtung Österreich. Nach einer wohlverdienten Pause beim Aldi und einem kurzen Stopp an einem See in Österreich erreichten wir nach 50 Kilometern und 740 Höhenmetern unsere Unterkunft in Biberwier. Dort stärkten wir uns mit Spaghetti Bolognese, genossen den Geburtstagskuchen für Frau Palmtag und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Nach einem guten Frühstück und bei strahlendem Sonnenschein stand am zweiten Tag direkt der Fernpass auf dem Programm. Die Anstrengung wurde mit einer tollen Trail-Abfahrt zum Fernsteinsee belohnt. Wer danach immer noch nicht genug hatte, konnte freiwillig eine Extra-Runde mit rund 500 zusätzlichen Höhenmetern drehen. Insgesamt standen an diesem Tag 63 Kilometer und 1.120 Höhenmeter auf dem Tacho. Abends gab es Schnitzel mit Pommes und anschließend wurde natürlich wieder gemeinsam gespielt.
Der dritte Tag begann überraschend entspannt: Die ersten 50 Kilometer verliefen relativ flach – sogar mit einer kurzen Polizei-Eskorte. Danach hieß es jedoch Kräfte sammeln, denn der Reschenpass wartete. Mit regelmäßigen Snackpausen kämpften wir uns hinauf und wurden anschließend mit dem berühmten Reschensee und seinem versunkenen Kirchturm belohnt. Einige nutzten die Gelegenheit sogar für ein erfrischendes Bad. Kurz darauf überquerten wir die Grenze nach Italien und fuhren weiter nach Mals. Dort ließen wir den Tag bei Pizza, Nudeln und gemeinsamen Spielen ausklingen. Insgesamt legten wir 83 Kilometer und 1.320 Höhenmeter zurück.
Am vierten Tag ging es größtenteils bergab – eine willkommene Erholung nach dem Reschenpass. In Meran machten wir Halt und kühlten uns im Passer-Fluss ab. Anschließend führte uns die Strecke mit ordentlich Gegenwind weiter nach Bozen. Zum Glück funktionierte der Windschatten in der Gruppe hervorragend. Die Jugendherberge überzeugte zwar nicht unbedingt mit Sauberkeit, dafür schmeckte das selbst organisierte Abendessen umso besser. Ein gemeinsames
Eis durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Nach 106 Kilometern und 220 Höhenmetern freuten sich alle auf den letzten Fahrtag.
Dieser begann bei bestem Wetter. Lange Zeit fuhren wir entspannt auf dem Radweg entlang des Flusses. Eine etwas ungewöhnliche Toilettenpause im Industriegebiet endete dank Herr Frieß schließlich auf einer Polizeiwache – auch nicht alltäglich. Hinter uns zog ein Gewitter auf, das den Wind drehte und uns einen perfekten Rückenwind bis zum letzten Anstieg bescherte. Oben angekommen wurden wir mit dem ersten Blick auf den Gardasee belohnt. Nach einem Gruppenfoto ging es bergab nach Torbole und weiter nach Riva del Garda. Dort sprang die gesamte Gruppe – selbstverständlich noch in Fahrradkleidung – direkt in den See. Nass ging es anschließend zur Jugendherberge und später zum gemeinsamen Abendessen. Damit waren nach 116 Kilometern und 282 Höhenmetern alle am Ziel angekommen.
Am letzten Tag stand aktive Erholung auf dem Programm. Eine kleine Gruppe unternahm noch eine dreistündige Ausfahrt zum Ledrosee, während der Rest den Tag entspannt in Riva verbrachte. Es wurde Spikeball und Volleyball gespielt, geschlafen, gebadet und einfach die Sonne genossen. Zum Abschluss bestellten wir gemeinsam Pizza und aßen direkt am See. Danach wurden die Fahrräder verladen, das Gepäck verstaut und schließlich ging es mit dem Bus zurück Richtung Filderstadt. Ein kleiner Hund sorgte unterwegs noch für gute Stimmung, bevor wir am frühen Morgen gegen 5 Uhr wieder zu Hause ankamen.
Unser Alpencross Counter
- Kilometer gefahren: ca. 400
- Höhenmeter gefahren: ca. 3.700
- Von Herr Weiss verarscht: unendlich
- Gerissene Ketten: 1
- Kette rausgeflogen: unendlich
- Platten Reifen: 2
- Übergeben: 2
- Vollgestopft worden mit Essen: unendlich
- Geheult: 6 (keine Sorge – die Krone wurde jedes Mal wieder aufgesetzt)
- Unfälle: 0
Insgesamt war der Alpencross eine unvergessliche Woche voller sportlicher Herausforderungen, schöner Landschaften, lustiger Momente und jeder Menge Teamgeist. Ein großes Dankeschön geht an Frau Palmtag, Herr Weiss, Herr Plümicke, Herr Frieß und Herr Aisslinger, die diese Ausfahrt möglich gemacht haben. Und natürlich auch für die ein oder anderen zusätzlichen Höhenmeter – dank kreativer Routenführung.
Wer unsere Reise noch einmal miterleben möchte, findet die täglichen Recaps auf TikTok (@abi27esg) und Instagram (@abi27_esg).
Tim, Laurin, Louis, Milla, Luisa und Paulina