Vom 12. bis 19. April 2026 waren 34 Schüler:innen mit Herrn Janke, Frau Kopp und Herrn Scheiblich in Sorrent am Golf von Neapel: Ziel der Studienreise war das Kennenlernen dieser vielfältigen Region mit ihren antiken Kulturstätten, der von Meer und Vulkanismus geprägten Natur und der heutigen Kultur der süditalienischen Metropolregion Neapel.
Montag: Ankunft und erster Tag in Sorrent
Unsere Reise nach Neapel begann am Sonntagabend um 18:00 Uhr am Elisabeth‑Selbert‑Gymnasium in Filderstadt-Bernhausen. Von dort aus machten wir uns mit dem Bus auf den Weg Richtung Italien. Während der Fahrt legten wir insgesamt vier Pausen ein, um uns auszuruhen und etwas zu essen. Trotz der langen Strecke war die Stimmung im Bus gut und die Vorfreude auf die kommenden Tage wuchs mit jeder gefahrenen Stunde.
Am Montagvormittag erreichten wir schließlich gegen 10:30 Uhr unser Ziel in Meta bei Sorrent. Nach der Ankunft hatten wir kurz Zeit, uns in unserer Unterkunft einzurichten und frisch zu machen. Bereits eine Stunde später, um 11:30 Uhr, fuhren wir mit dem Bus weiter in die Innenstadt von Sorrent.
Dort verbrachten wir nach einem lehrreichen und informativen Referat durch zwei Schülerinnen etwa vier Stunden Freizeit. In dieser Zeit konnten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden und erste Eindrücke sammeln. Viele von uns nutzten die Gelegenheit, um typisch italienische Pizza zu essen und die besondere Atmosphäre zu genießen. Besonders beeindruckend war der Blick auf das Meer, der für viele ein echtes Highlight darstellte und sofort Urlaubsstimmung aufkommen ließ.
Nach diesen ersten Erkundungen fuhren wir am Nachmittag wieder zurück zu unserer Unterkunft in Meta. Den restlichen Abend verbrachten wir entspannt in der Residenz, wo wir nach einem gemeinsamen Abendessen im Aufenthaltsraum den ereignisreichen Tag ausklingen ließen und uns auf die kommenden Programmpunkte der Reise vorbereiteten. (Kian Herz, Niclas Boldt)
Dienstag: Pompeji und Vesuv
Am Dienstag, den 14. April, stand ein besonders spannender Ausflug auf dem Programm: der Besuch der antiken Stadt Pompeji sowie des Vulkans Vesuv. Am Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Pompeji. Dort angekommen, besichtigten wir zusammen die beeindruckenden Ruinen der Stadt. Besonders interessant war zu sehen, wie gut viele Gebäude, Straßen und sogar Wandmalereien erhalten waren. Wir sahen eine Stadt, die im Jahre 79 n. Chr. von dem einen auf den anderen Tag durch Asche und Bimsstein konserviert wurde. Während des Rundgangs konnten wir viele wichtige Orte des damaligen alltäglichen Lebens besichtigen, darunter das Amphitheater, alte Wohnhäuser und Thermen.
Besonders eindrucksvoll waren die Gipsabdrücke der Menschen, die beim Ausbruch des Vesuvs ums Leben kamen. Diese gaben uns einen sehr bewegenden Einblick in die damaligen Ereignisse. Es wurde deutlich, wie einschneidend dieses Ereignis in die italienische Geschichte und zur damaligen römischen Zeit war.
Nach der Besichtigung waren wir zum Mittag eine Pizza essen und haben uns nach eineinhalb Stunden wieder getroffen und uns auf den Weg gemacht zum Vesuv. Nachdem wir aus unserem Bus in einen kleineren gewechselt haben, wurden wir von einem Busfahrer, dem die Serpentinenstraße bekannt war, ein Stück auf den Vesuv gefahren. Anschließend wanderten wir das restliche Stück auf den Vulkan hinauf. Dabei wurden wir von einem Guide zum Krater geführt. Während des Aufstiegs wurden wir schon mit den wichtigsten Fakten rund um das Gestein, die Geschichte und die Entstehung des Vesuvs bekannt gemacht. Der Aufstieg watr anstrengend aber die anschließende Aussicht vom Kraterrand war atemberaubend. Am Kraterrand angekommen, konnten wir in den Vulkan hineinschauen und mehr über seine Aktivität und seinen Aufbau erfahren. Nach der Wanderung über den Rand des Kraters starteten wir den Abstieg. Unser Tourguide führte uns über ein loses Geröllfeld, das er als Abkürzung betitelte. Dies war sehr überraschend und spaßig zugleich.
Der Tag insgesamt war sehr lehrreich und spannend. Wir konnten viel über das Leben in der Antike sowie über Naturgewalten wie Vulkane lernen. Es war also ein beeindruckender Tag voller Geschichte, spannender Eindrücke und schöner Ausblicke, den wir so schnell nicht vergessen werden. (Ria Spiegel, Rebecca Zimmermann)
Mittwoch: Neapel
Am Mittwoch, den 15 April 2026, verbrachten wir einen ereignisreichen Tag in Neapel. Bereits am Morgen machten wir uns mit dem Zug auf dem Weg in die Stadt. Nach unserer Ankunft erkundeten wir zunächst zu Fuß die Stadt. Dabei sammelten wir erste Eindrücke von Neapel, wobei uns sofort auffiel, dass die Stadt sehr lebendig, aber an manchen Stellen auch etwas schmutzig wirkt. Trotzdem hatte sie einen ganz eigenen Charme.
Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch des Nationalmuseums. Dort konnten wir zahlreiche beeindruckende und sehr alte Kunstgegenstände bestaunen, und auch ein Tonmodell der Stadt Pompeji. Vor allem die griechisch-römischen Ausstellungsstücke waren faszinierend, da sie weltweite Bedeutung haben und uns einen Einblick in die Antike gaben.
Anschließend gingen wir weiter in Richtung Altstadt. Auf unserem Weg kamen wir unter anderem an der Piazza Municipio, dem Neptunbrunnen und der Piazza Dante vorbei. Diese Orte zeigten uns die historische und kulturelle Vielfalt der Stadt. Zur Mittagszeit hatten wir etwas Freizeit und konnten in den typischen neapolitanischen Pizzerien essen gehen.
Am Nachmittag nahmen wir an einer Stadtführung auf Englisch teil, die an der Piazza del Plebiscito stattfand, wobei wir viele interessante Geschichten über Neapel kennengelernt haben. Während der Führung sind wir auch durch die Galleria Umberto gelaufen, die mit vielen unterschiedlichen Läden gefüllt war. Später gingen wir die bekannte Einkaufsstraße Via Toledo hinauf, wo wir viele Geschäfte und das lebendige Treiben der Stadt beobachten konnten.
Am Abend traten wir schließlich mit dem Zug die Heimfahrt an. Insgesamt war es ein sehr abwechslungsreicher und spannender Tag, an dem wir viel über die Geschichte, Kultur und das Leben in Neapel lernen konnten. (Philine Schlick, Jana Steinhäuser)
Donnerstag: Paestum
Zu Beginn des Tages hatten wir um 7 Uhr Frühstück in einem großen Speisesaal. Zur Auswahl standen frisches Gemüse, Brote und Kuchen, sowohl wie Fruchtsaft und Wasser. Direkt nach dem Frühstück trafen wir uns an der Rezeption und gingen dann zusammen zum Bus. Mit dem Bus fuhren wir ca. 2 Stunden und 20 Minuten. Auf dem Weg hielten unsere Klassenkameraden zusätzlich ein Referat über den italienischen Schlagersänger Pino Daniele und wir bekamen sein Lied „Napule è“ zu hören. Erstmals in unserem heutigen Ziel, der Ausgrabungsstätte Paestum, angekommen, besichtigten wir zunächst das Museum mit den Fundstücken aus der griechisch-römischen Stadt. Danach gingen wir auf das Gelände der Ausgrabung, sahen die drei Tempel und lernten einige interessante Sachen über die Tempel und die Religion der Griechen. Direkt danach bekamen wir Freizeit und konnten uns Essen und Souvenirs holen. Um 15:15 Uhr stiegen wir wieder in den Bus und fuhren an einen sehr langen Strand. Dort genossen wir für eine Weile die Sonne und den Strand. Danach führen wir zurück nach Meta und teilten uns auf. Der Lehrer und ein Großteil der Schüler fuhren mit der Bahn nach Sorrent, während eine kleiner Teil in Meta blieb und sich seperat mit Essen versorgte. Um ca. 22:20 Uhr trafen die Schüler und Lehrer wieder in dem Feriendorf ein und begaben sich in ihre Bungalows. (Isabel Fuchs, Niklas Kemnitzer)
Freitag: Capri
Der Freitag begann früh mit dem Frühstück, bevor wir uns auf den Weg zum Hafen gemacht haben. Von dort ging es mit dem Boot nach Capri. Schon die Überfahrt war ein echtes Highlight, mit Blick auf das Meer und die Küste. Auf der Insel angekommen sind wir gemeinsam zur Villa Iovis gewandert. Der Weg dorthin war zwar anstrengend, aber definitiv lohnenswert. Oben angekommen hatten wir einen beeindruckenden Ausblick über die Insel und das Meer. Vor Ort haben wir ein Referat zur Villa Iovis gehört und konnten uns die Ruinen anschauen, was nochmal einen ganz anderen Eindruck von der Geschichte vermittelt hat.
Danach hatten wir mehrere Stunden Zeit, Capri in kleinen Gruppen selbst zu erkunden. Viele sind essen gegangen und haben ein letztes mal typisch italienische Gerichte probiert. Einige waren danach noch am Strand, andere sind durch die kleinen Gassen der Innenstadt gelaufen, haben Shops angeschaut oder einfach die Atmosphäre genossen.
Am Nachmittag haben wir uns wieder am Hafen getroffen und eine Inselrundfahrt gemacht, bei der man Capri nochmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen konnte. Anschließend ging es zurück nach Sorrent. Am Abend haben wir gemeinsam gegessen und noch ein Referat zur Kulinarik am Golf von Neapel gehört. Danach hieß es langsam Koffer packen, da am nächsten Tag die Abreise anstand. Viele haben den letzten Abend aber noch zusammen verbracht, es wurde gespielt, geredet und einfach die gemeinsame Zeit genossen.
Insgesamt war es ein sehr abwechslungsreicher und schöner letzter Tag, mit einer guten Mischung aus Programm und Freizeit. (Jolina Carrozza, Marie Pflugfelder)
Samstag: Abreise, Oplontis und Rückfahrt
Am Tag unserer Abfahrt begann der Morgen wie immer mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach hatten wir noch Zeit, unsere Bungalows auszuräumen, die Koffer zu packen und unser Gepäck zum Bus zu bringen. In der verbleibenden Zeit konnten einige noch einmal zum Supermarkt oder zum Sportplatz gehen.
Gegen Mittag machten wir uns dann auf den Weg. Jeder bekam noch ein Lunchpaket, bevor wir mit dem Bus zunächst zur Villa Oplontis fuhren. Dabei handelt es sich um eine Villa, die der zweiten Ehefrau des römischen Kaisers Nero gehörte. Beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Christus wurde die Villa verschüttet, weshalb sie bis heute außergewöhnlich gut erhalten ist. Dort angekommen, gab uns Herr Janke zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte der Entdeckung der Villa. Anschließend zeigte er uns die Fresken an den Wänden des Gebäudes, und erzählte, wie diese entstanden sind und welche verschiedenen Wandmalerei Stile es zu dieser Zeit gab. Daraufhin hatten wir die Möglichkeit, das Bauwerk selbstständig zu erkunden und die vielen verschiedenen Räume, Säulen und Kunstwerke zu bestaunen.
Nach dem Besuch der Villa traten wir schließlich die Heimreise an. Da die Fahrt insgesamt ungefähr 16 Stunden lang war, gab es noch mehrere Zwischenstopps, unter anderem bei einem Burger King, worüber alle sehr glücklich waren. Da alle sehr müde waren, schafften es die meisten auch noch, etwas Schlaf im Bus zu bekommen. Auch wenn wir uns wieder auf zu Hause freuten und froh waren, als wir um circa 5:30 Uhr wieder in Bernhausen von unseren Eltern empfangen wurden, waren viele auch etwas traurig über das Ende dieser Klassenfahrt.
Wir haben in dieser Woche sehr viele neue Eindrücke gesammelt und auch das ein oder andere dazugelernt. Gleichzeitig hatten wir auch eine schöne Zeit als Gruppe zusammen, mit guter Stimmung und lustigen Abenden. Besonders auch das Meer und das warme Wetter während dieser Woche werden uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
(Yaren Sözen, Lina Kazmeier)